Light Brick – Glocksee Waste Award

Ich nutze mein siebtes und somit letztes Semester vor der Bachelor-Arbeit für ein zweites Praxissemester, bei einem renomierten Büro für Markenarchitektur in München, um noch mehr Erfahrungen zu sammeln und meine  Fertigkeiten weiter auszubauen. Trotz einer 40 Stunden Arbeitswoche bin ich als Vollzeitstudent an der Hochschule in Hannover eingeschrieben. Ich bin zwar nicht physisch anwesend, nehme aber an den vorgegebenen Kursen teil, hole diese am Wochenende von Zuhause aus  nach und erbringe die erwünschten Prüfungsleistungen. Die zeitintensivsten Kurse habe ich bereits in die Sommersemesterferien gezogen, hierzu gehört auch mein diesjähriger Kurzzeitentwurf. Der Kurrzeitentwurf bezog sich auf das Thema Upcycling und beinhaltete die Teilnahme an dem ,,Glocksee Waste Award“ in Hannover.

 

 

 

 

 

 

 

Der GLOCKSEE WASTE AWARD sucht Nutzungsinnovationen für ausrangierte Materialien: Glasbausteine und Getränkeverpackungen.Ziel ist es, regionalen Erfindergeist, Produktion und Handel für ausrangierte Materialien zu stärken. Die Kultur des Wiederverwendens und des Reparierens wird gefördert.

„Es kommt drauf an, Nutzungsinnovationen zu machen – also nicht Produktinnovationen, sondern das zu innovieren, wie man die Dinge gebraucht; dass man damit anfangen kann, einen anderen Sinn in den Dingen zu entdecken und damit tatsächlich etwas Anderes zu machen, als diese permanente Aufwandserhöhung – eine radikale Reduktion von Aufwand. Es gibt schon genug. Mehr brauchen wir nicht.“  Harald Welzer auf dem Recycling Designpreis, Herford 2015

http://upcyclingboerse-hannover.de/award

 

Innerhalb von drei Wochen sollte ich ein innovatives Nutzungskonzept für gebrauchte Glasbausteine entwickeln. Schwieriger als erwartet. So ein Glasbaustein ist sehr komplex in seiner Form. Ursprünglich hatte ich die Idee den Stein zu halbieren, dies ist aber so gut wie unmöglich ohne den Stein zu zerstören, ebenso wie die Idee den Stein von einer Seite zu öffnen. Der Glasbaustein dient in seiner Ursprungsform als Lichtquelle und dekoratives Fassadenelement. Das Glas ist transluzent (lichtdurchlässig), dies ist meiner Meinung nach die interessanteste Eigenschaft des Bausteins und wurde so zu meiner Inspirationsquelle. Mein Ziel war es nicht nur eine innovative Idee zur Umnutzung zu entwickeln, sondern gleichzeitig das Spiel von Licht und Schatten zu thematisieren und herauszubilden. Nach längerem Forschen und ausprobieren entschied ich mich daher eine Leuchte zu entwickeln.

Das Thema des Upcyclings bzw. Recyclings sollte bei dem Entwurf hohe Priorität haben, aus diesem Grund entwickelte ich einen Sockel, der aus verleimten und zugeschnittenen Holzresten besteht. Ich wollte die Produktion von neuen Abfällen so gering wie möglich halten, daher lag es nahe auch andere weiterverwendbare Materialien mit einzubeziehen. In Kooperation mit einer Tischlerei konnte ich den Prototypen anfertigen. Zusätzlich bat ich einen Glasveredeler um Hilfe, ein Loch mit dem Durchmesser einer Glühlampe in den Stein zu bohren. Dieser erklärte mich anfangs für verrückt, war im Nachhinein jedoch positiv überrascht.

Holzsockel, Glasbaustein und LED-Lampe bilden das Fundament der Leuchte. Verschiedenste Materialien die den Glasbaustein von innen oder außen zieren, geben der Leuchte einen indivuellen Touch und lassen auf unterschiedlichste Art und Weise ein Spiel aus Licht und Schatten entstehen. Ich habe zwar einige Gestaltungsmöglichkeiten entworfen, möchte die endgültige Gestaltung jedoch dem Käufer überlassen, um die auch Kreativität anderer Menschen zu fördern.

Den Entwurf habe ich in Form eines Protoytypen und eines Plakats eingereicht. Vor einigen Wochen erreichte mich eine sehr erfreuliche Nachricht, mein Entwurf ist für einen der Awards nominiert! Am Mittwoch den 23.11 war dann die Preisverleihung in Hannover und ich habe den Sonderpreis erhalten. Der Light Brick soll weiterentwickelt und verkauft werden, ein paar sind schon in Produktion gegangen.

IDEENWETTBEWERB CAFETERIA MEDIZINISCHE HS HANNOVER – 2014

Im Rahmen eines Ideen-Wettbewerbs in Kooperation mit der MHH wurde nach einem Konzept für die Umgestaltung der Cafeteria der Medizinischen Hochschule in Hannover gesucht. In Zusammenarbeit mit meiner liebsten Kommilitonin Marie entwickelte ich das Konzept ,,Welcome Home“. Wir konnten die Jury überzeugen, so dass unser Konzept von einem Architekturbüro umgesetzt wurde und seit Mitte 2015 das neue Herzstück des Studentenlebens an der MHH ist. „IDEENWETTBEWERB CAFETERIA MEDIZINISCHE HS HANNOVER – 2014“ weiterlesen